JURY

Welche Kurzfilme die verlockenden Wettbewerbspreise in Höhe von 14.000 € mit nach Hause nehmen, entscheidet unsere hochrangige Jury mit langjähriger Expertise in der Filmbranche und dem Fairen Handel. Die Mitglieder unserer prominenten Jury sind:

Caroline Link, Regisseurin und Oscar-Preisträgerin

Caroline Link Foto: Mathias Bothor

Caroline Link | Foto: Mathias Bothor

„Die Welt ist ein globales Dorf geworden. Wie es den Menschen in anderen Ländern ergeht, kann und darf uns nicht egal sein. Wir dürfen uns nicht auf Kosten von anderen bereichern, sondern uns für ein gerechtes und faires Miteinander in Deutschland und weltweit einsetzen. So sehe ich es als meine Aufgabe an, den Fairen Handel zu unterstützen und beim Einkauf fair gehandelter Produkte meinen persönlichen Beitrag zur globalen Gerechtigkeit zu leisten.

Es sind oft die einfachsten Dinge, die unser Leben verändern können. So ist auch ein bewegender Kurzfilm in der Lage, etwas in uns zu wecken und gar eine Veränderung im Denken und Handeln herbeizuführen. Ich freue mich sehr, in der Jury von Rec A Fair zu sein und den besten Kurzfilm zum Fairen Handel zu küren.“

Aus dem Regiesessel ein Filmteam anzuleiten, zu entscheiden, wie sich die Handlung abspielt, ist für Caroline Link auch heute noch eine spannende Herausforderung. „Es braucht Leidenschaft und Mut, man muss sagen können, was einem nicht passt, wissen, was man will“. Link liebt ihre Arbeit, schreibt viele ihrer Drehbücher selbst und begleitet ihre Ideen von der ersten Stunde bis zur Leinwand.

Zwischenmenschliche Beziehungen sind das große Thema von Caroline Link. Durch Filme wie „Jenseits der Stille“, „Pünktchen und Anton“ und „Nirgendwo in Afrika“ hat sie sich weltweit einen Namen gemacht und zahlreiche Zuschauer_innen und Jurys begeistern können. Ihr Spielfilm „Nirgendwo in Afrika“ wurde als bester fremdsprachiger Film 2003 mit einem Oscar ausgezeichnet. Die Regisseurin und ihr Filmteam gründeten die Mukutani-Stiftung und unterstützten die Dorfbewohner_innen am Schauplatz des Films auch nach Ende der Dreharbeiten. Caroline Link ist Kuratoriumsmitglied des Vereins „Children for a better World“ und seit 2004 Trägerin des Bayerischen Verdienstordens.

Maike Mia Höhne, Kuratorin der Berlinale Shorts und Regisseurin

Maike Mia Höhne Foto: Simone Scardovelli

Maike Mia Höhne | Foto: Simone Scardovelli

„Jeans aus Indien, Schokolade aus Ghana, Bananen aus Ecuador… Täglich trage ich die halbe Welt in meinem Einkaufskorb. Dabei ist mir besonders wichtig zu wissen, dass die Produzent_innen für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden und selbstbestimmt leben können. Nur mit einem Griff ins Marktregal ist es möglich, dazu beizutragen. Die Entscheidung für fair gehandelte Produkte, eine Entscheidung für mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit.

Rec A Fair bringt einen neuen Aspekt des deutschen Kurzfilms ans Licht – den Fairen Handel. In wenigen Minuten Gedanken und Emotionen auf den Punkt zu bringen, über die Ungerechtigkeiten im Welthandel aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen – das macht was mit einem! Eine spannende Herausforderung!“ 

Schwarze Vorhänge, Lederstühle, Licht aus, Film ab – das ist Maike Mia Höhnes Arbeitsalltag. „Den ganzen Tag Filme gucken, ein Traumjob“ findet Höhne. Als Kopf eines siebenköpfigen Auswahlgremiums der Berlinale Shorts entscheidet sie, wer dabei sein darf und wer nicht. Das Schönste daran sei, dass sie Talente fördern könne.

Als Kuratorin der Berliner Shorts hat Höhne den Kurzfilm in Deutschland erheblich geprägt und den Standort Berlin für diese „radikalere“, ehrliche Kunstform bekannt gemacht. Sie spricht sich aus für die politische Dimension der filmischen Kunst, dafür kreative Kritik an jenen Verhältnissen zu üben, die unser Leben, Demokratie und Politik dominieren. Maike Mia Höhne ist selbst Dozentin und Regisseurin, dreht Fernsehbeiträge für Arte und Kurzfilme wie „von der hingabe“ und „eine einfache liebe“. Ihr Spielfilm „¾“ kommt dieses Jahr in die deutschen Kinos.

Die Kölner Tatort-Ermittler, vertreten durch Dietmar Bär

Dietmar Bär Foto: Tatort Verein Klaus Wohlmann

Dietmar Bär | Foto: Tatort Verein, Klaus Wohlmann

Jo Bausch Foto: Tatort Verein Klaus Wohlmann

Joe Bausch | Foto: Tatort Verein, Klaus Wohlmann

„Wir haben bei unseren Reisen die Fair-Trade-Produzent_innen besucht und gesehen, was das kleine bisschen mehr Geld für den Fair-Handels-Aufschlag in ihrem Leben bewirkt. Die Menschen haben ihr Auskommen, leben in Würde und können ihre Kinder vernünftig großziehen, weil sie einfach anständiger bezahlt werden.

Soziale Projekte wie die philippinische Kinderrechts-Organisation PREDA werden aus den Erlösen des Fairen Handels mitfinanziert. Kinder werden von dem Geld aus den Gefängnissen und Bordellen befreit. Die Ureinwohner bekommen Landrechte, bauen sich Häuser und forsten den zerstörten Urwald wieder auf. Der Faire Handel hilft so den Menschen und der Natur.

Mit unserem Tatort-Verein unterstützen wir vor allem die philippinischen Mango-Bäuer_innen. Aus ihrer Ernte werden neben anderen Produkten unter dem Namen „Mango Monkeys“ auch Fruchtgummis hergestellt. Die sind nicht nur fair produziert, sondern auch unglaublich lecker!“

Sonntag, 20:15, Tatortzeit! Der Kölner-Tatort-Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) ist erneut auf den Spuren des Verbrechers, dicht an seiner Seite – Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth (Joe Bausch). Die Spannung steigt! Gefesselt verfolgen Millionen Tatort Liebhaber_innen den Verlauf der Ermittlungen. Seit mehr als 15 Jahren begeistert der Kölner-Tatort mit realitätsnahen, aufregenden und nervenaufreibenden Krimi-Geschichten seine Fans.

Dietmar Bär und Joe Bausch verbringen nicht nur am Set viel Zeit miteinander. Auch im echten Leben kämpfen sie gegen die Ungerechtigkeiten und setzen sich seit mehreren Jahren für philippinische Straßenkinder ein. Nach der berühmt gewordenen Tatort-Folge Manila (Folge 383) aus dem Jahr 1998, die das Schicksal philippinischer Straßenkinder und Kindesmisshandlung thematisierte, gründeten die Mitglieder des Kölner Tatort-Teams 1998 den Verein „Tatort – Straßen der Welt e.V.“. Regelmäßig touren die Mitglieder des Tatort-Vereins durch Deutschland und werben für den Fairen Handel als Erfolgskonzept gegen Armut und Benachteiligung der Menschen auf den Philippinen und weltweit.

Christoph Albuschkat, Koordinator der Fairen Woche und Experte für Fairen Handel

Christoph Albuschkat Foto: privat

Christoph Albuschkat Foto: privat

„Beim Fairen Handel überzeugt mich, dass er jedem und jeder eine konkrete Handlungsoption an die Hand gibt, um etwas gegen Ungerechtigkeit auf der Welt zu unternehmen. Der Faire Handel versetzt uns in die Lage, über das theoretische „Man müsste mal …“ hinauszugehen – und das mit attraktiven Produkten. Außerdem konfrontiert er Politiker_innen mit Forderungen, die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten. Dass der Faire Handel wirkt, erlebe ich jedes Mal, wenn ich mit Vertreter_innen der Produzentenorganisationen spreche. Ein gutes Gefühl!

Die Botschaft des Fairen Handels mit dem Format des Kurzfilms umzusetzen, finde ich sehr spannend. Schon beim ersten Durchgang von REC A FAIR war ich als Mitglied der Jury beeindruckt und begeistert von der Vielzahl, Vielfalt und Kreativität der eingereichten Beiträge.“

„Einmal Fairer Handel, immer Fairer Handel!“ Der Faire Handel ist seine Berufung. Christoph Albuschkat arbeitet seit über 20 Jahren im Fairen Handel. Er kennt den Bereich in all seinen Facetten, hat ihn über Höhen und Tiefen begleitet und erleben dürfen, wie der Faire Handel immer größer, beliebter und populärer wurde.

Als Koordinator der Fairen Woche, hat Christoph Albuschkat die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland bedeutend geprägt und sie zu dem gemacht, was sie heute ist –  eine Erfolgsgeschichte! Albuschkat leitet außerdem die AG-Öffentlichkeitsarbeit des Forum Fairer Handel und befasst sich mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen für den Fairen Handel, wie z. B. den Kurzfilmwettbewerb REC A FAIR. Als erfahrener Juror für den Fairen Handel kürte er dieses Jahr die Hauptstadt des Fairen Handels – Rostock. Christoph Albuschkat ist leidenschaftlicher Fotograf und ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Bürgerenergiegenossenschaft UrStrom.

 
 

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